• Jonas M. Light

Meine Top 3 Fantasy Bücher 2017



Wenn du als Autor eine Powerfantasy-Serie wie Tad Time schreibst, dann solltest du natürlich Unmengen an Fantasy-Literatur lesen, damit du immer wieder auf neue Ideen kommst ;-) Ich habe in 2017 neben Thrillern, Horror-Stories und einer Liebes-Schnulze (!) tatsächlich auch ein paar Fantasybücher verschlungen. Meine persönlichen Top 3 stelle ich euch jetzt vor.

Das Drachentor (Ulrike Schweikert)


Über dieses Buch bin ich auf einem kleinen Flohmarkt in einer Fuldaer Schule gestoßen. Es landete eher im Vorbeigehen in meiner Büchertasche, doch als ich bei einem Kaffee die ersten Seiten aufschlug, war es um mich geschehen. Ein böser Zauberer möchte die über alle Lande verstreuten Teile einer Drachenkrone zusammensetzen, um die Welt zu beherrschen. Selbstverständlich lässt das eine bunt zusammengewürfelte Heldentruppe nicht zu und stellt sich ihm in den Weg.

Plus

  • toller Schreibstil („… der im hellen Licht des Tages schimmerte wie frisch gefallener Schnee“)

  • kurze Kapitel mit starkem Spannungsaufbau

  • fein ausgearbeitete Charaktere

Minus

  • deutliche Herr der Ringe Anleihen

  • sehr viele Charaktere & sehr viele Namen; legt man das Buch für 2 Wochen beiseite, ist man raus

Die Krone der Sterne (Kai Meyer)


Eine Mischung aus Fantasy und Science-Fiction, die bei mir voll ins Schwarze getroffen hat. Paladine in blutroten Rüstungen, Weltraumhexen und knurrige Kopfgeldjäger ... das ist einfach nur „WOW“. Überhaupt erinnern die Charaktere mit der jungen Adeligen Iniza, dem Kopfgeldjäger Kranit und dem unbedarften Schönling Glanis an den Science-Fiction-Klassiker Star Wars, doch zu keiner Sekunde hat man das Gefühl, dass hier schamlos abgekupfert wurde. Dazu ist die Geschichte um das galaktische Reich Tiamande und dem bösen Hexenorden der Gottkaiserin zu eigenständig. Zudem greift Kai Meyer mit dem Handlungsstrang um die Androidin Muse und ihren befreundeten Kampfrobotern ein Thema auf, das aktueller nicht sein könnte.

Plus

  • fulminante Space-Fantasy-Welt, die toll durchdacht ist

  • kurze Kapitel mit starkem Spannungsaufbau

  • fein ausgearbeitete Charaktere & SciFi-Welt

  • starke weibliche Charaktere

  • tolle Illustrationen in der Taschenbuchausgabe

Minus

  • das Ende lässt (zu) viele Fragen offen

Tripods: Die dreibeinigen Herrscher (John Christopher)


725 Seiten geballte Fantasy/Science-Fiction. John Christopher schrieb die Geschichte um die außerirdischen Invasoren, die mit ihren dreibeinigen Maschinen die Erde beherrschen, bereits in den späten 1960er Jahren. Mitte der 80er Jahre verfilmte die BBC die Buchreihe. Da ich seit jeher großer Fan der Fernsehserie bin, habe ich den dicken Wälzer verschlungen. Held Will und seine Freunde müssen unter großen Strapazen durch halb Europa reisen, um eine Rebellengruppe aufzuspüren, die gegen die dreibeinigen Herrscher kämpft. Dabei ist die Reise so spannend erzählt, dass man gar nicht merkt, wie die Zeit beim Lesen ins Land streicht. Zudem gibt es mit dem Prequel ein besonderes erzählerisches Bonbon. Erstmals wird darin erzählt, wie die dreibeinigen Herrscher auf die Erde gekommen sind.

Plus

  • bockstarke Geschichte

  • toll ausgearbeitete Charaktere, mit denen man sich gerne identifiziert

  • gruselige Herrscher

  • enthält Prequel Die Ankunft der dreibeinigen Monster

Minus

  • hier und da wirkt der Schreibstil etwas antiquiert

Noch ein heißer Tipp zum Schluss: Weitere tolle Lesetipps findet ihr in meinem Beitrag "Die besten Fantasybücher für Jugendliche und Erwachsene".


20 Ansichten