• Jonas M. Light

Buchbesprechung: Ready Player One (Ernest Cline)



Ehe Ende März die Verfilmung von „Ready Player One“ in die deutschen Kinos kommt, wird es höchste Eisenbahn, das Buch zu besprechen. Ehrlich gesagt hatte ich bis vor zwei Monaten noch nie etwas über den Titel gehört, ehe mir ein guter Freund seine Taschenbuchausgabe in die Hand drückte und mir ans Herz legte, den Science-Fiction/Fantasy-Roman schnellstmöglichst durchzulesen. Also ab damit ... Worum geht es in Ready Player One? Im Jahr 2044 leiden große Teile der Bevölkerung aufgrund einer Energie- und Wirtschaftskrise an tiefer Armut und werden von mächtigen Großkonzernen als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Der einzige Ausweg der Menschen aus dieser tristen Welt ist eine virtuelle Welt namens OASIS, die von dem findigen Programmierer James Halliday entwickelt wurde. In der OASIS finden die Menschen nicht nur ein funktionierendes Bildungs- und Wirtschaftssystem vor, sondern auch Unterhaltung, Spaß und Anerkennung. Für den 18-jährigen Wade Watts hat das Leben in der OASIS sein „normales Leben“ vollends abgelöst. Den Großteil des Tages verbringt er in der Cyber-Welt, um der grauen Wirklichkeit zu entfliehen. Als James Halliday stirbt und in seinem Nachruf verrät, dass in der OASIS ein Geheimnis versteckt ist, das unendlichen Reichtum verspricht, beginnt für Millionen von OASIS-Spielern die Jagd nach dem Schatz. Wade Watts kommt dem Geheimnis auf die Spur und gerät damit in das Visier des Großkonzerns IOI (Innovative Online Industries), der vor keinem Mittel zurückschreckt, um in den Besitz des Vermögens von James Halliday zu kommen. Mein Fazit Wer ein Kind der 80er ist und die damalige Spiele- und Filmkultur kannte, wird Ready Player One lieben. Denn die unzähligen Anspielungen auf Games wie Pac-Man, Zork oder Joust sowie Filme wie Wargames oder Blade Runner sind einfach großartig und lassen viele „magische Momente“ von damals wieder aufleben. Zudem ist die Detailtreue großartig, mit der auf die damaligen Highlights eingegangen wird. Wer interessiert ist, kann die im Buch erwähnten Filme und Spiele hier nachlesen: Alle erwähnten Games in Ready Player One > Alle erwähnten Filme in Ready Player One > Dagegen kam der Roman aus meiner Sicht nur langsam in Schwung. Ellenlange Beschreibungen der Cyber-Welt OASIS und auch des 80er-Backgrounds von James Halliday ließen mich die ersten Seiten recht schnell überblätternn. Doch keine Bange: Wer sich durch die ersten 80–100 Seiten kämpft, wird anschließend mit einem superspannenden Plot belohnt, der glatt aus einem Kriminalthriller stammen könnte. Die Jagd nach dem Schatz von Halliday lässt den Leser mit dem 18-jährigen Wade Watts mitfiebern, was nicht zuletzt an der gelungen eingesetzten Ich-Perspektive liegt. Man ist sogar richtig enttäuscht, wenn der Protagonist aus der OASIS herausgerissen wird und man einen Einblick in die „normale Welt“ erhält, die so kaputt & öde daherkommt. Mein Schlussfazit: dranbleiben, denn die Belohnung kommt bestimmt. PLUS (+)

  • Geniales 80er Jahre Setting mit vielen Anspielungen auf die Games- und Filmkultur

  • Spannender Plot, der geschickt Science-Fiction mit Thriller- Elementen vereint

  • Stark geschriebene Ich-Perspektive; als Leser fiebert man mit dem Charakert Wade Watts mit

MINUS (-)

  • Kommt etwas langsam in Schwung

  • Leser ohne Kenntnisse der 80er Jahre verstehen viele Anspielungen nicht

#buchbesprechung #reinlesen

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