• Jonas M. Light

Tad Time: Fantasyroman ohne Vampire (und Zombies)



Es gibt jede Menge Fantasyromane auf dem Markt, in denen Vampire vorkommen. Die Twilight-Saga hat das Thema ins Rampenlicht geschoben, und mittlerweile sind Bücher wie „Schattenherz“, „VampireWolf“ oder „Wilde Umarmung“ aus den Bestsellerlisten von Amazon nicht mehr wegzudenken. Es gibt dafür sogar eine eigene Amazon-Kategorie „Vampirromane“. Was macht den Vampirroman so reizvoll? In alten Vampirgeschichten war der Vampir an sich ein relativ unbeliebter Zeitgenosse, mit dem man nicht mehr Zeit also nötig verbringen wollte (sonst war man entweder tot oder selbst ein Vampir). Aus Lesersicht macht aber gerade dies den Reiz alter Vampirromane aus. Oftmals verbringen darin unwissende Zeitgenossen eine Nacht in einem pompösen Schloss und werden dann vom Hausherrn unsanft mit einem Biss in den Hals geweckt.

Der Vampir ist gleichsam Monster wie auch die verkörperte Sehnsucht von einem Leben nach dem Tod. In modernen Vampirromanen wird der Monster-Aspekt völlig anders interpretiert. Der Vampir hat jetzt gelernt, seine animalische Seite zu kontrollieren und ist (obwohl natürlich einige emotionale Hindernisse dafür aus dem Weg geräumt werden müssen) durchaus in der Lage, sich zu verlieben. Insbesondere für Leserinnen ist diese explosive Mischung eines Mannes aus „Monster, das jederzeit zubeißen kann“ und „kühl-distanziertem Lover, der verstanden und erobert werden will“ so absolut hinreißend, dass sie nicht anders können, als seine Geschichte buchstäblich zu „verschlingen“. Wieso kommen in Tad Time keine Vampire vor? Gibt es stattdessen andere interessante Monster? Das sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. ;-) Zugegebenermaßen hatte ich ja anfangs überlegt, einen Charakter einzubauen, der in seinem Wesen und Verlangen sehr schnell als Vampir eingestuft worden wäre. Einige interessante Abweichungen hätte es jedoch gegeben:

  • Statt Blut würde der Tad Time Vampir Schattenstaub zum Überleben benötigen.

  • Sonnenlicht würde dem Tad Time Vampir nichts ausmachen; wohl aber Mondlicht und Sternenstaub.

Als ich länger darüber nachdachte, wurde mir jedoch recht schnell klar, dass ich mit einem solchen Charakter einen starken Konkurrenten zu den Schattenmonstern (Sargaads) aufbauen und die beiden sich gegenseitig die Schau stehlen würden. Und da mir die Sargaads als Monster zu wichtig sind, warf ich die Idee kurzfristig über Bord. Aber vielleicht könnte ja ein Spin-Off zu Tad Time sehr interessant sein, in dem ein „Schatten-Vampir“ die Hauptrolle spielt. Was meint ihr dazu? Diskutiert dazu gerne mit mir auf Facebook: Zur Facebook-Page >


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