• Jonas M. Light

Groschenromane & Fantasy als coole Kombi: Ein „Dankmal“!



Jaja, ich weiß, jetzt denkst du bestimmt „wie ist Jonas denn jetzt schon wieder drauf“: GROSCHENROMANE in Zeiten von CENT und EURO? HALLOOOOOO? Good point, aber ich finde die Groschenhefte einfach immer noch total genial, und es wird daher Zeit, ihnen hier im Tad Time Blog mal ein „Dankmal“ zu setzen.


Sicher kennt ihr noch die guten alten Groschenromane wie Geisterjäger John Sinclair, Gespenster-Krimi oder Jerry Cotton. Ist ja auch nicht sonderlich schwer, denn die liegen ja auch heute noch in jedem Kiosk aus und freuen sich darauf, mit ihren dünnen Papierseiten in Rucksack, Schulranzen und Arbeitskoffer (hat den eigentlich noch wer?) gesteckt zu werden.


Doch wo bleibt die Fantasy?

Was ist mit den Drachen, Speerwerfern und Gestalten mit Spitzohren und verwunschenen Zauberschwertern? Gibt es noch Groschenhefte aus diesem Genre und falls ja, wo liegen die denn in den Zeitschriftenläden?


Bevor wir voll reinstarten, lasst uns aber erstmal herausfinden, was denn ein Groschenroman eigentlich genau ...


Was genau heißt den Groschenroman oder Groschenheft überhaupt?

Der Groschenroman (auch Heftroman oder Groschenheft) ist ein Roman im Format DIN A5, das in hohen Auflagen in Zeitschriftenläden angeboten wird. Es dient der schnellen Unterhaltung und wird von Kritikern als Trivialliteratur (einfache & leicht verständliche Literatur) bezeichnet. Der Ausdruck „Groschenroman“ geht auf frühere Zeiten zurück, in denen die Romane einen oder mehrere Groschen kosteten. In den Vereinigten Staaten nannte man die Groschenromane Dime Novel, in Großbritannien hingegen Penny Dreadful. (Quelle: wikipedia.de)


Die beliebtesten Groschenromane gab es in den 80ern

In den 80er boomte das Geschäft mit den Groschenromanen ohne Ende. Wie spiegel.de berichtet, wurden in jener Zeit jährlich rund 300.000 Groschenhefte verkauft. Ich erinnere mich noch zurück, wie ich als Jugendlicher vor allem die Serie Geisterjäger John Sinclair von Jason Dark verschlungen habe. Äußerst populär und selbst heute noch auf dem Markt sind jedoch die Abenteuer des Weltraum-Helden Perry Rhodan sowie die knallharten Fälle des FBI-Agenten Jerry Cotton. Und natürlich nicht zu vergessen die zahlreichen Liebesromane wie „Dr. Stefan Frank - Der Arzt, dem die Frauen vertrauen“ und „Der Bergdoktor“.



Wie kommt die Fantasy in den Groschenroman?

Fantasyromane als Groschenheftchen findet man hingegen nur äußerst selten. Auf meinen Recherchen bin ich auf die großartige Seite groschenhefte.net gestoßen, die unter der eigenen Rubrik „Fantasy“ Fantasyserien auflistet, von denen ich noch nie etwas gehört habe:

  • Caine (Dark Fantasy)

  • Dinoland (bisschen Jurassic Park Feeling)

  • Dragon (erste deutsche Fantasyserie überhaupt)

  • Fantasy – Krieger, Götter und Dämonen (Sowrd & Sorcery Romanreihe)

  • Thorin (eine Nordland-Saga)

  • Terra Fantasy (Serien-Sammlung aus dem amerikanischen übersetzt)


Und das ist nur eine kleine Auswahl. Wahnsinn, oder? Was also ist mit den ganzen Fantasyserien geschehen? Gibt es überhaupt noch eine?


Also ich hab zumindest keine mehr in hiesigen Zeitschriftenläden gefunden. Das war übrigens auch einer DER Gründe, weshalb ich meine Tad Time Fantasyserie ins Leben gerufen habe. 80–100 Seiten pro Episode, kurze Kapitel und viele fantastische Begebenheiten, Superkräfte und Monster. Auch wenn mit den beiden Sammelbänden »Das Erbe der Schattenwächter« und »Das Erwachen der Schatten« richtig dicke Klopfer aus den dünnen Teilen geworden sind, gilt immer noch die Devise:

Kurze Fantasy rocks!


Solltet ihr noch eine Groschenroman-Serie aus dem Bereich Fantasy kennen, die es noch heute gibt, dann schreibt mir bitte. In meinem Zeitschriftenladen des Vertrauens kann ich keine mehr finden.

Quellen: finanzblog | spiegel.de | groschenhefte.net

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