• Jonas M. Light

Meine Top 5 „besten“ Schreibtipps

Aktualisiert: 15. Dez 2019



Ich werde oft gefragt, welche Tipps zum Schreiben ich jungen Autoren geben könne. „Das kommt drauf an“, war bislang meine etwas vorschnelle Antwort. Bis ich auf die Idee kam, endlich mal einen Blog-Beitrag über das Thema „Schreibtipps“ zu verfassen. Hier nun also kurz & flott meine Top 5 Schreibtipps. Tipp 1: Mach dir klar, was du willst Bist du mit deinem Buch vorrangig auf schnellen Erfolg aus oder folgst du eher einem Herzenswunsch und möchtest einfach „dein Buch“ schreiben, was es so vielleicht noch gar nicht gegeben hat und in keine Genre-Kiste reinpasst? Im besten Fall überschneiden sich die beiden Zielsetzungen, aber das solltest du auf jeden Fall für dich klären. Momentan ist es so, dass die Top 15 bei amazon.de von Chick-Lit-Romanen dominiert werden, wenigen Krimis und vielleicht mal einem Fantasyroman (am besten mit Vampirbezug).

Wenn du schnellen Erfolg haben willst, dann schaust du dir am besten die Top-Charts auf amazon.de an und orientierst dich an diesen Büchern. Schau insbesondere darauf, welche Themen die erfolgreichen Autoren aufgreifen, wie sie Spannung aufbauen und welche Erzählkniffe sie verwenden. Warum das so wichtig ist? Weil du es später sehr viel leichter haben wirst, als Selfpublisher oder im Gespräch mit einem Verlag, dein Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen. Und genau darauf achten Verlage wie auch der Algorithmus von amazon. Je leichter dein Buch einem erfolgreichen Genre zugeordnet werden kann, desto besser wird sich dies in den Verkaufszahlen niederschlagen. Bereit für Tipp 2? Na dann weiter im Takt … Tipp 2: Lege deine Prämisse fest und stricke einen roten Faden Hierüber gibt es viele viele Abhandlungen von bekannten Autoren, und eigentlich mag ich persönlich zuviel Theorie und Schnickschnack nicht. Allerdings hat mich beim Schreiben meines Fantasyromans Tad Time die Prämisse stets auf Kurs gehalten. Sie ist sozusagen eine Art Kompass, die zentrale Idee hinter der Geschichte. Es geht darum, eine Behauptung aufzustellen und diese dann am Ende zu beweisen. Jeder Satz im Roman sollte die Prämisse tragen und darf ihr auf keinen Fall widersprechen. Ansonsten kommt der Leser ins Grübeln und die Geschichte wirkt hölzern. Bei „Herr der Ringe“ könnte die Prämisse z. B. lauten „Mit Mut, Loyalität, Freundschaft & einer guten Gemeinschaft kann selbst die finsterste Macht besiegt werden.“ Was ist die Prämisse deines Romans und wie ist der rote Faden dahin? So, einmal tief durchatmen, bevor wir zu Tipp 3 übergehen … Tipp 3: Charaktere, Handlung & Spannung Bevor du volle Kanne losschreibst, mach dir einen Plan, wie du deinen Roman strukturieren willst. Wie viele Charaktere gibt es, wie viele Kapitel oder Szenen sollen drin sein und wie ist der Spannungsaufbau? Für die Charaktere benutze ich Charakterbögen, in denen ich die Rahmendaten (Alter, Name, Aussehen etc.) und jede noch so kleine Eigenschaft der jeweiligen Person (welches Essen mag sie? Was für einen Tick hat sie? etc.) aufschreiben. Dafür gibt es übrigens sehr gut aufbereitete Charaktersheets zum Download, in die ihr nur eure Figuren-Details eintragen müsst. Die Handlung sagt, was in welcher Reihenfolge in deiner Geschichte geschieht. Klingt erstmal simpel, doch auf keinen Fall solltest du die Ereignisse quasselig runterspulen und einfach sagen, was wann wo passiert. Du brauchst Spannung, Überraschungsmomente und jede Menge Konflikte. Denn nur dann wird der Leser an deinen Seiten kleben wie die Fliege am Honigglas. Schau dir am besten mal ein paar Ausführungen zum Thema „Heldenreise“ an und prüfe, wie dies deinem Roman eine Struktur geben kann. Baue Nebenhandlungen ein, die unerwartete Ereignisse in deine Geschichte werfen und lege fest, ob du aus der Erzählerperspektive oder Ich-Perspektive schreiben möchtest. So, du hast jetzt eine grobe Skizze in deinem Kopf? Dann weiter zu Tipp 4 … Tipp 4: Schreibe regelmäßig Klingt auch simpel, doch dieser Punkt ist megawichtig. Damit du am Ende deinen Roman in den Händen hältst, musst du konsequent und kontinuierlich schreiben – und das am besten jeden Tag, selbst wenn es nur mal 10 Minuten sind. Lege dir eine feste Zeit fest, zu der du dich an deinen Lieblingsort zum Schreiben bewegst und dann fang einfach an. Von da an lässt du dich auch nicht mehr ablenken durch Instagram, WhatsApp, Youtube & Co. Stelle alle Störfaktoren aus und schreibe, schreibe, schreibe. Es ist DEINE Zeit, in der niemand das Recht hat, dich zu unterbrechen. Gönne dir es!

Bereit für den letzten Tipp? Na dann los ...

Tipp 5: Lieblingstools Damit das Schreiben auch richtig Spaß macht, empfehle ich dir, dich mit ein paar schönen Gimmicks einzudecken. Hier mal meine liebste Auswahl:

  • Scrivener: Mein Lieblings-Schreibprogramm; um Längen besser als Word, da du in diesem Programm alle Charaktersheets (mit Bildern), Szenen und Rechercheordner fein säuberlich organisieren kannst. Die Exportmöglichkeiten (E-Book, Textdatei, PDF etc.) sind Weltklasse

  • Klapptastatur: Ein geniales Tool für unterwegs. Die Klapptastatur kannst du mit dem Handy über Bluetooth koppeln und mit der entsprechenden Notiz-App (z. B. iA Writer) jederzeit unterwegs drauflosschreiben. Wenn du sie nicht mehr brauchst, klappst du sie einfach zusammen (passt in jede Tasche).

  • Fesches Notizbuch: Brauch ich trotz Handy immer für unterwegs, da Schreiben bei mir oftmals nicht nur übers Tippen geht. Gönn dir ein schönes Exemplar, das du gerne auspackst und jederzeit griffbereit hast, wenn die Ideen dich aus heiterem Himmel überfallen.

#schreiben #buchtipps

41 Ansichten